Besuch in Asylbewerberunterkunft Neuhof

06. August 2015 | Integration und Migration

Am Montag habe ich Neuhof besucht, wo Kriegsflüchtlinge aus Syrien Aufnahme gefunden haben. Mit der Zuteilung der von der berüchtigten Terrormiliz Islamischer Staat (IS) verfolgten Menschen wuchs die Bevölkerungszahl des Weilers schlagartig von acht auf jetzt 27 Einwohner. Die einheimischen Bewohner um Rita Goßmann kümmern sich mit viel Engagement um die kleinen und großen Neubürger, unterrichten sie in Deutsch, erledigen den Papierkram und leisten Fahrdienste.

Die Autofahrten wurden notwendig, weil die ausländischen Führerscheine der Männer nach einem halben Jahr abgelaufen sind und die Deutschkenntnisse nicht für die erforderliche neue Prüfung reichen. Vorher konnten die Syrer ihre Kinder mit einem zur Verfügung gestellten Kleinbus noch selbst in den Kindergarten nach Fellen fahren. Das ist ein Beispiel dafür, wo die Gesetzgebung der Realität angepasst werden muss. Es müssen pragmatischere Lösungen her, beispielsweise in Form einer verkürzten Prüfung und der Ausgabe von Fragebögen in der Heimatsprache.

Ich möchte den Flüchtlingen Mut machen, sich in die Gesellschaft einzubinden und nach vorne zu schauen. Die wichtigste Voraussetzung für Wohnung und Arbeit ist das Erlernen der Sprache.

Den Neuhofern danke ich für ihr vorbildliches, menschlich geprägtes Engagement, das gerade wegen der Abgelegenheit des Ortes und der Situation der Familien mit Kleinkindern besonders anerkennenswert sei.

Foto: Die Asylbewerber und ihre engagierten Betreuer in Neuhof, zusammen mit Rita Goßmann (Zweite von links) und Dr. Hermann Burkard (rechts).

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