Bürgerschaftliches Engagement ist unbezahlbar.

03. Dezember 2015

Diesen Samstag, 5. Dezember, ist Internationaler Tag des Ehrenamtes. 1985 von den Vereinten Nationen ausgerufen begehen wir diesen Tag bereits zum 30. Mal. Ich möchte diesen Anlass nutzen, um Danke zu sagen. In Deutschland gehört freiwilliges Engagement für über 23 Millionen Menschen wie selbstverständlich zu ihrem Leben. Ohne sie wäre unsere Gesellschaft weniger lebenswert. Das mitmenschliche Wirken und der soziale Beitrag der Engagierten sind aller Ehren wert und verdienen Respekt und Würdigung.

Noch nie seit Gründung der Bundesrepublik Deutschland haben sich so viele Menschen bürgerschaftlich engagiert. Jeder dritte Deutsche über 14 Jahre übt ein Ehrenamt aus. Die freiwillig übernommenen Aufgaben sind vielfältig. Gemeinsam bewegen Ehrenamtliche viel und stärken damit den gesellschaftlichen Zusammenhalt. Gerade in diesem Jahr haben wir eindrucksvoll erlebt, wie bürgerschaftliches Engagement kurzfristig zustande kommt und effektiv helfen kann.

Engagement lässt sich nicht erzwingen und nicht erkaufen. Es gehört zu seinem Wesen, dass es freiwillig und selbstbestimmt geschieht. Als einen Lückenbüßer für staatliche Aufgaben dürfen wir das Engagement nicht begreifen. Zahlreiche Bürgerinnen und Bürger bringen ohne zu zögern einen beträchtlichen Teil ihrer Zeit, ihrer Kraft und ihres Geldes dabei ein. Es hat mich begeistert, wie freiwillige Helferinnen und Helfer auch bei uns vor Ort dafür gesorgt haben, dass Menschen, die vor Krieg, Terror und Vertreibung flüchten, mit Hilfsbereitschaft und Mitgefühl empfangen werden.

Angesichts dieser beeindruckenden Leistungen und der anhaltenden Herausforderungen ist die Unterstützung durch die Politik wichtig. Wir dürfen die Ehrenamtlichen nicht hängen lassen. Mit der Bereitstellung von 10.000 zusätzlichen Stellen im Bundesfreiwilligendienst mit Flüchtlingsbezug (BFD) hat Familienministerin Manuela Schwesig bereits reagiert. Wichtig ist es auch, den Ehrenamtlichen kompetente Ansprechpartner und hauptamtliche Koordinatoren an die Seite zu stellen, um die Strukturen zu verstetigen. Die kürzlich beschlossene Finanzierung solcher Koordinatorenstellen über den Haushalt der Integrationsbeauftragten Aydan Özoğuz ist daher der richtige Weg. Jeder Cent, den wir hier bereitstellen, hilft uns, das Engagement nachhaltig zu stärken.

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