EEG-Umlage: Lohrer Glashütte kann mit Gesetzesentwurf gut leben

23. April 2014 | Energiepolitik

Die Firma Gerresheimer hatte sich an die lokalen Bundestagsabgeordneten mit ihren Befürchtungen für den Standort Lohr wegen der geplanten Reform des Erneuerbare Energien Gesetzes (EEG) gewandt. Nachdem Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel nun seinen Entwurf für die Reform vorgelegt hat, sind Geschäftsführung und Belegschaft erleichtert: „Wir können mit den Vorschlägen gut leben!“.

Gemeinsam mit den Europaabgeordneten Kerstin Westphal und Bernd Lange besuchte ich am vergangenen Donnerstag, 17.04.2014, die Firma Gerresheimer am Standort Lohr. Allein in Lohr beschäftigt Gerresheimer 350 Mitarbeiter, deutschlandweit stehen 3.500 Menschen in Lohn. Schwerpunkt in Lohr ist die Glasherstellung, vor allem Spezialverpackungen für Medikamente werden hier produziert.

Der Energieverbrauch ist enorm hoch, er entspricht in etwa dem von 20.000 Vier-Personen-Haushalten. Betriebsrat und Geschäftsführung sahen deshalb einen profitablen Betrieb unter Erhalt der bestehenden Arbeitsplätze durch die Reform des EEG gefährdet. Nachdem nun der entsprechende Gesetzentwurf vorliegt, der auch künftig Ausnahmen und Erleichterungen bei der EEG-Umlage für energieintensive Unternehmen vorsieht, wird in Lohr weiter investiert.

Auf europapolitischer Ebene kann der Betrieb auf die Unterstützung der SPD-Europaabgeordneten Kerstin Westphal (Schweinfurt) und Bernd Lange (Hannover) setzen.

Vor allem in den vergangenen Wochen stand ich mit Sigmar Gabriel in ständigem Austausch zur EEG-Reform und den Auswirkungen auf unsere lokalen Betriebe. Der Einsatz hat sich gelohnt – das wird besonders deutlich, wenn ich hier vor Ort sehe, wie innovativ und spezialisiert hier gearbeitet wird.

_Foto: (v.l.n.r.) Betriebsrat Harald Merz, Bernd Rützel, Andreas Kohl (Geschäftsleitung)

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