Starke Belastung der Bundespolizei in Würzburg

30. Juni 2015

Die Belastung der Bundespolizei ist in den letzten Jahren ständig gewachsen. Von dieser hohen Belastung und dem umfangreichen Tätigkeitsfeld der Bundespolizeiinspektion Würzburg überzeugten sich die beiden Bundestagsabgeordneten Bernd Rützel und Uli Grötsch aus Weiden/Oberpfalz, bei einem Besuch der Würzburger Inspektion am Hauptbahnhof. Begleitet wurden sie dabei vom ehemaligen Landesvorsitzenden der Gewerkschaft der Polizei (GdP), Harald Schneider.

Dienststellenleiter Gerhard Höfler stellte das breite Aufgabenspektrum der Inspektion dar. Mit nahezu 190 Beamten ist die Inspektion in Würzburg für den Bereich der Bahn von Aschaffenburg bis Bamberg zuständig. In den Zuständigkeitsbereich fallen 944 Bahnkilometer mit 142 Bahnhöfen und Haltepunkten. MdB Uli Grötsch, Mitglied im Innenausschuss und zuvor selbst Polizeibeamter, ging auf die aktuelle Entwicklung innerhalb der Bundespolizei ein. So wird zurzeit geplant, eine eigene Einheit zur Bekämpfung des Terrorismus aufzustellen. Hier wird in Kürze die Standortfrage entschieden. Bernd Rützel sprach ein großes Problem der jungen Vollzugsbeamten der Bundespolizei an. Viele müssen in Ballungsräumen und an Flughäfen ihren Dienst verrichten, ohne die Chance zu haben, in ihre Heimat versetzt werden zu können. Gerhard Höfler entgegnete hierauf, dass der Personalbedarf, aufgrund der Erweiterung an den Flughäfen enorm hoch ist und deshalb viel junges Personal an den Flughäfen eingesetzt wird. „Wir bekommen auf den Basisdienststellen kaum mehr junge Leute, sondern eher Beamte im mittleren Alter. So stimmt die Altersstruktur auf den meisten Inspektionen nicht mehr.“

Zurzeit werden pro Jahr rund 1500 Bundespolizisten eingestellt. Der Großteil der Einstellungen wird allerdings durch den demographischen Wandel aufgefressen, da in den nächsten Jahren sehr viele Ruhestandsversetzungen anstehen. Harald Schneider wandte ein, dass Vollzugsbeamte des Bundes, die im Schichtdienst gearbeitet haben, nach wie vor nicht mit 60 Jahren in den Ruhestand gehen können. In Bayern ist dies der Fall. MdB Uli Grötsch versprach, entsprechende Initiativen im Innenausschuss zu starten.

Von Seiten der Bundespolizei wurden auch die stark zunehmenden Aufgriffe von unerlaubt eingereiste Personen angesprochen. In den Zügen der Deutschen Bahn wurden im Bereich der Inspektion Würzburg in den letzten Monaten hunderte von unerlaubt eingereisten Personen aufgegriffen. Dies stellt für die Dienststelle eine zusätzliche Belastung dar.

Die Gesprächsteilnehmer versprachen die Gesprächsrunde im nächsten Jahr fortzusetzen.

Foto v.l.n.r.: Matthias Mackrodt, Gerhard Höfler, MdB Uli Grötsch, MdB Bernd Rützel, MdL a.D. Harald Schneider, Rainer Link, Oliver Güßgen, Harald Greiner

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