SuedLink: Gespräch mit Vizepräsident der Bundesnetzagentur

13. Oktober 2014

Gemeinsam mit meinem CSU-Kollegen Alexander Hoffmann habe ich mich mit dem Vizepräsidenten der Bundesnetzagentur, Peter Franke, zum Gespräch getroffen. Thema war wieder einmal die Stromtrasse SuedLink, über deren konkreten Trassenverlauf die Bundesnetzagentur auf Antrag der Betreiberfirma TenneT entscheiden wird.

Wir sehen uns als Anwälte der Region und unserer Natur. Es ist uns daran gelegen, mit sachlichen Argumenten unser Anliegen zu vertreten. Ein Recht des Lauteren darf es nicht geben.

„Wir sehen nicht, dass der bestmögliche Streckenverlauf durch den Sinn-, Saale- und Werngrund führt“, erläuterte Alexander Hoffmann. Das Sinntal sei zu schmal, und entlang der dortigen ICE-Trasse gebe es diverse Tunnel und Brücken. Dies, bestätigte Peter Franke von der Bundesnetzagentur, widerspricht dem gesetzlich gebotenen Bündelungsgebot. Es werde deshalb eine Trassenführung durch dünn besiedeltes Gebiet mit möglichst wenigen Raumwiderständen angestrebt.

Bis Mitte Dezember dieses Jahres wird Netzbetreiber „TenneT“ einen formellen Antrag bei der Bundesnetzagentur einreichen. Danach beginnt die Bundesfachplanung, erläuterte Peter Franke das Verfahren.

Wir haben ihn auf die Diskussion zur möglichen Erdverkabelung angesprochen. Hier zeichnet sich eine Ausweitung ab. Bislang war vorgesehen, bis zu zehn Prozent der Strecke unterirdisch verlaufen zu lassen. Allerdings verursache Erdverkabelung, so Peter Franke, einen noch deutlich größeren Eingriff in die Landschaft als eine überirdische Leitung.

Unverrückbar ist für ihn der Bedarf für SuedLink: „Die Ausbauziele für die erneuerbaren Energien im Rahmen der Energiewende stehen fest und sind ohne die Anteile an Windenergie aus dem Norden nicht zu erreichen. Die SuedLink-Trasse hat die Funktion, die riesige Menge an Windstrom vom Norden in den wirtschaftlich starken Süden zu transportieren.“ Grundsätzlich gelte, dass der Ökostrom aus allen Quellen erneuerbarer Energien vorrangig ins Stromnetz eingespeist werden muss.

Mit dem Gesprächsverlauf waren Alexander Hoffmann und ich zufrieden. Wir sind sehr zuversichtlich, dass wir unsere vielen guten Argumente, den Trassenverlauf nicht in den Sinn-, Saale- und Werngrund zu verschieben, an der richtigen Stelle vorgebracht haben.

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