Wehrbeauftragter Königshaus gedenkt Kriegsopfern in Gemünden

13. März 2015 | Rechtsextremismus

Auf meine Einladung hin legte der Wehrbeauftragte des Bundestages, Hellmut Königshaus, am Donnerstag, den 12.03., auf dem Ehrenfriedhof in Gemünden einen Kranz nieder und gedachte zusammen mit Vertretern der Kirchen, vielen Bürgerinnen und Bürgern, Honorationen und zwei Gemündender Schulklassen den Opfern von Krieg und Terror.

70 Jahre nach der Bombardierung von Gemünden, bei der 65 Prozent der Stadt zerstört wurden, wand sich Königshaus in seiner Rede besonders an die anwesenden Schülerinnen und Schüler: „Gut, dass sie da sind und mit uns aus der Geschichte lernen wollen. Diese über 1.000 Tote hier auf dem Ehrenfriedhof in Gemünden sind für uns alle ein Symbol dafür, dass wir nicht vergessen dürfen.“ Er selbst, so Königshaus, sei erst seit wenigen Stunden zurück aus dem Kosovo. „Dort sieht man noch heute direkt vor unserer Haustüre, wieviel Leid und Elend ein Krieg über die Menschen bringt.“ Königshaus zeigte sich erfreut über den großen Zuspruch der Bevölkerung und stellte besonders die Anwesenheit des Karlstadter Imams Ahmet Kusoglu heraus. „Das ist ein gutes Zeichen dafür, dass hier über die Religionsgrenzen hinweg miteinander gedacht wird.“

„Zeichen der Mahnung an uns alle“

Ich erinnerte zuvor in meiner Rede an die Zerstörung der Stadt, das viele Leid der Menschen und auch daran, wie wir erst unlängst eine Gedenktafel auch für den gefallenen jüdischen Soldaten Sigmund Silch aus Gemünden angebracht haben.

Bürgermeister Jürgen Lippert dankte mir in seiner Rede für die Initiative zu dieser Gedenkstunde und nannte den Ehrenfriedhof ein „Zeichen der Mahnung an uns alle“. Mein Bundestagskollege Alexander Hofmann mahnte alle Demokratinnen und Demokraten, angesichts des Rücktritts des sächsischen Bürgermeisters auf Druck rechter Kräfte zusammenzustehen, um nationalsozialistischen Ideen keinen Nährboden zu geben.

Schüler entzünden Kerze zum Gedenken

Stimmungsvoll waren im Anschluss an die Kranzniederlegung im Beisein von Reservisten aus Hammelburg auch die Lesung durch Pfarrer Englert und die durchaus sehr politischen und aktuellen Fürbitten von Pfarrer Schweizer sowie das Musikstück „Ich hatt´ einen Kameraden“, vorgetragen durch ein Stabsfeldwebel des Heeresmusikkorps. Besonders ergreifend war die Aktion der anwesenden Schülerinnen und Schüler, die ihrerseits zum Gedenken an das Leid der Opfer eine Kerze entzündeten.

Kranzniederlegung Königshaus

Nach der Kranzniederlegung trug sich Hellmut Königshaus in das Goldene Buch der Stadt Gemünden ein.

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