Die Vorzeige-Rasselbande in Bürgstadt

12. Dezember 2014 | Integration und Migration

Mit viel Gesang begrüßten mich die Kinder der Kita „Rasselbande“ in Bürgstadt und ihre Erzieherinnen. In Begleitung des 1. Bürgermeisters Thomas Grün informierte ich mich vor Ort über die Umsetzung des Bundesprogramms „Schwerpunkt-Kitas Sprache & Integration“.

Nach dem gemeinsam gesungenen Lied „In der Weihnachtsbäckerei“ berichteten Kita-Leiterin Marita Schmitt und ihre Stellvertreterin Rosi Breitenbach über die praktischen Erfahrungen in den sechs Kindergarten-, einer Kleinkind- und zwei Krippengruppen, die sich im Haus der Marktgemeinde tummeln.

Rasselbande Bürgstadt

In einem extra ausgestatteten Raum lernen hauptsächlich die Vorschulkinder in Kleingruppen zwei Mal in der Woche nach der Montessori-Pädagogik spielerisch, wie man lernen kann. Nachdem die Sprache Grundlage für alles Lernen ist, erstreckt sich das Übungsfeld auch auf Bereiche wie Mathematik und Geometrie. „Es ist immer wieder erstaunlich, wie schnell die Kinder lernen und Zusammenhänge umsetzen können“, sagt die erfahrene Erzieherin Rosi Breitenbach, die das Projekt durchführt und deren Stelle durch das Programm des Bundesministeriums für Familie Senioren Frauen und Jugend finanziert wird.

Bürgermeister Grün sieht im Programm den richtigen Ansatz. Schließlich sei der Kindergarten wichtig für die Attraktivität der Marktgemeinde. „Das hilft eindeutig, dass die jungen Familien im Ort bleiben, was natürlich auch wieder gut für das Gemeindeleben und die Wirtschaft ist.“ Deshalb gebe es im Gemeinderat auch keine Diskussionen, wenn es um den Kindergarten mit seinen 28 pädagogischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern geht.

Erweiterung der Sprachkompetenz eine große Aufgabe, aber auch eine Riesenchance

Die Leiterinnen erläuterten uns anhand einer Powerpoint-Präsentation das auf wissenschaftliche Grundlagen aufbauende pädagogische Konzept, das immer nur in enger Absprache mit den aus einem halben Dutzend Ländern stammenden Eltern durchgeführt wird. Mit den Ergebnissen aus Beobachtungen über den Lernfortschritt und dokumentierten Analysen könne man gegebenenfalls ganz individuell nachsteuern oder besondere Schwerpunkte setzen.

Die Erweiterung der Sprachkompetenz sei eine große Aufgabe, aber auch eine Riesenchance für die Kinder, stellten die Erzieherinnen übereinstimmend fest. Dass ihre durch das Familienministerium geförderte Arbeit Früchte trägt, zeigten die positiven Rückmeldungen aus der Grundschule. Abschließend äußerten die Kita-Leiterinnen den Wunsch, künftig die Einrichtung, beziehungsweise Verlängerung solcher Förderprogramme etwas früher bekannt zu geben, damit Schwierigkeiten bei der Personalplanung vermieden werden können.

Ich nehme den Wunsch der Kita-Leitung auf und gebe ihn an die zuständige Familienministerin Manuela Schwesig weiter. Echt toll, was hier geleistet wird! Das nenne ich einen vorbildlichen Einsatz der Bundesmittel! Dank auch an Bürgermeister Grün für das außergewöhnliche Engagement der Gemeinde. Die erfolgreiche Arbeit hier ist der Beleg dafür, wie wichtig die Sprachförderung als Grundlage für die Integration der Menschen und somit auch für die Chancengleichheit auf dem weiteren Lebensweg in unserer Gesellschaft ist.

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