„doudrü g´hört geredt“ zum "Lieferkettengesetz"

17. September 2026

Millionen Menschen leben weltweit in Elend und Not, weil soziale Mindeststandards wie das Verbot von Zwangsarbeit und ausbeuterischer Kinderarbeit missachtet werden. Für unsere Produkte schuften sie in Textilfabriken, Steinbrüchen oder auf Kaffeeplantagen. Um dem entgegenzuwirken hat der Deutsche Bundestag im Jahr 2021 das Lieferkettengesetz verabschiedet. Ziel ist es, den Schutz der Menschenrechte⁠ und der Umwelt in globalen Lieferketten zu verbessern.

Dafür tragen auch Unternehmen in Deutschland Verantwortung. Sie müssen für die Einhaltung in ihren Lieferketten sorgen. Auch auf EU-Ebene gilt seit 2024 eine neue Richtlinie zu Sorgfaltspflichten von Unternehmen, die sich stark am deutschen Lieferkettengesetz orientiert. Seit einiger Zeit ist die Abschwächung der EU-Richtlinie zu beobachten.

Ich war von Beginn an als Berichterstatter der SPD-Bundestagsfraktion an der Ausarbeitung des Lieferkettengesetz beteiligt und sehr froh darüber, dass wir dieses 2021 national beschlossen haben. Umso enttäuschter war ich, mitzuerleben, wie der Gesetzgebungsprozess auf europäischer Ebene mit deutlich geringerem Schutzstandard vorangeschritten ist.

Über Hintergründe, den aktuellen Stand und was wir als Konsumenten tun können, spreche ich am Mittwoch, den 30.9.2026 um 18.00 Uhr in meinem Wahlkreisbüro in der Obertorstraße 13 in Gemünden. Mit mir am Tisch sitzen, informieren und diskutieren die Verantwortlichen der Weltläden in Main-Spessart: Rita Scheiner (Karlstadt), Susanne Seitz (Lohr), Christina Schlembach (Marktheidenfeld) sowie Wolfgang Fella und Doris Betz (Gemünden).

Ich freue mich auf eine interessante Diskussionsrunde im Rahmen meiner Reihe „doudrü g'hört geredt – ein Abend für Menschen, die etwas zu sagen haben. Kommen Sie gerne vorbei, diskutieren Sie mit oder schildern Sie Ihre eigenen Erfahrungen.

Der Eintritt ist selbstverständlich frei, eine Anmeldung zur besseren Planung ist erwünscht bis zum 25.9.2026 unter bernd.ruetzel.mdb@bundestag.de oder telefonisch (09351 603 6563).

2026-09-17 dou drü Lieferkettengesetz

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